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Die sechs Stile der Liebe

Liebe ist etwas, das jeden von uns auf unterschiedliche Weise berührt. Sie ist überall – in Geschichten, Filmen und in unserem eigenen Leben. Aber hast du dich jemals gefragt, warum wir alle Liebe anders erleben und zeigen? John Alan Lee, ein bekannter Experte, hat genau darüber eine spannende Theorie entwickelt, die besagt, dass es sechs verschiedene Arten gibt, wie wir Liebe ausdrücken und empfinden. In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf diese sechs "Liebesstile". Wir erkunden, was sie bedeuten und wie sie uns helfen können, unsere eigenen Beziehungen und die Gefühle anderer besser zu verstehen

Herz gegen Frau, die Laptop benutzt, während sie zu Hause auf dem Sofa liegt.

Eros: Intensive und leidenschaftliche Liebe

Eros ist gekennzeichnet durch starke körperliche Anziehung und eine schnelle emotionale Verbindung. Psychologisch lässt sich dieser Stil mit dem Erleben von intensivem Verlangen und dem Wunsch nach emotionaler Verschmelzung mit dem Partner verbinden. Eros-Liebende erleben oft eine starke Identifikation mit ihrem Partner und neigen dazu, in ihrer Leidenschaft manchmal die Realität aus den Augen zu verlieren. Diese Art von Liebe wird oft durch Neurotransmitter wie Dopamin verstärkt, was die intensiven Gefühle von Glück und Euphorie erklärt. Eros ist tief verwurzelt in unserer biologischen Natur und spielt eine wichtige Rolle in der anfänglichen Phase der Partnerbindung.


Ludus: Spielerische und unbeschwerte Liebe

Ludus betont die Freude und den Spaß an der Liebe. Psychologisch wird dieser Stil oft mit einer Vermeidung von Intimität und Bindung in Verbindung gebracht. Ludus-Liebende schätzen Unabhängigkeit und Abenteuer und neigen dazu, Beziehungen als Gelegenheit zur Selbstentfaltung und nicht als emotionale Bindung zu betrachten. Sie genießen die Aufregung des Flirtens und der Eroberung und betrachten Liebe als ein Spiel, bei dem es darum geht, Freude ohne Bindung oder Verpflichtung zu erleben. Sie können oft mehrere Beziehungen gleichzeitig führen, ohne sich in einer von ihnen vollständig zu engagieren.


Storge: Liebe, die aus Freundschaft entsteht

Storge entwickelt sich langsam aus Freundschaft und basiert auf tiefer gegenseitiger Wertschätzung und Verständnis. Psychologisch ist Storge mit den Konzepten der emotionalen Sicherheit und des Vertrauens verbunden. Diese Art der Liebe spiegelt ein tiefes Bedürfnis nach einer stabilen, sicheren und vertrauensvollen Beziehung wider. Storge-Liebende schätzen das Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft, das in einer auf Freundschaft basierenden Beziehung entsteht. Sie ist oft langlebig und wird durch gemeinsame Erfahrungen und Werte gestärkt.


Pragma: Rationale und praktische Liebe

Pragma ist eine sehr bewusste und pragmatische Herangehensweise an die Liebe. Psychologisch gesehen, neigen Personen mit diesem Liebesstil dazu, ihre Partner basierend auf rationalen Kriterien wie sozialer Status, Karriereziele oder Lebenspläne auszuwählen. Sie suchen nach Kompatibilität und langfristiger Stabilität und neigen dazu, Beziehungen methodisch und strategisch zu gestalten. Pragma-Liebende sehen Liebe als eine Partnerschaft, in der beide Seiten dazu beitragen, gemeinsame Ziele zu erreichen und ein erfülltes Leben zu führen.


Mania: Besessene und abhängige Liebe

Mania ist oft eine turbulente Art der Liebe, die durch hohe Emotionalität und Unsicherheit gekennzeichnet ist. Psychologisch kann Mania mit einem niedrigen Selbstwertgefühl und einer tiefen Angst vor Verlust oder Zurückweisung verbunden sein. Personen mit diesem Liebesstil können übermäßig besitzergreifend sein und eine konstante Bestätigung von ihrem Partner suchen. Mania-Liebende erleben häufig starke emotionale Hochs und Tiefs und können in ihren Beziehungen zu extremer Eifersucht und Besitzansprüchen neigen.


Agape: Selbstlose und altruistische Liebe

Agape ist durch bedingungslose Liebe und Selbstlosigkeit geprägt. Psychologisch ist dieser Stil stark mit Empathie, Fürsorge und dem Bedürfnis verbunden, sich um andere zu kümmern. Agape-Liebende neigen dazu, die Bedürfnisse anderer vor ihre eigenen zu stellen und zeigen oft ein hohes Maß an Opferbereitschaft. Diese Liebe ist oft tief und beständig, kann aber auch einseitig sein, wenn sie nicht erwidert wird. Agape ist die am wenigsten egoistische Form der Liebe, die sich in Handlungen der Fürsorge und des Gebens ohne Erwartung einer Gegenleistung manifestiert.


Fazit

In der Betrachtung der sechs Liebesstilen offenbart sich die Vielfalt und Komplexität, die das menschliche Liebeserleben charakterisieren. Diese sechs Stile bieten nicht nur ein breites Spektrum an Perspektiven, sondern auch tiefe Einblicke in die psychologischen Mechanismen, die unsere Beziehungen formen und prägen.

Durch ein besseres Verständnis dieser unterschiedlichen Liebesstile können wir unsere eigenen emotionalen Bedürfnisse und die unserer Partner erkennen und würdigen. Es ermöglicht uns, die Dynamiken in unseren Beziehungen genauer zu verstehen und konstruktiver zu gestalten. Indem wir die Vielfalt der Liebe erkennen und akzeptieren, eröffnen wir uns die Möglichkeit, mehr Empathie, Toleranz und Verständnis in unseren Beziehungen zu entwickeln.

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